

„Wo der Pfeffer wächst“ …
… wie oft hat man mich nicht schon dorthin gewünscht — klar, dass jetzt alle neidisch schauen, wo ich genau dorthin fahre! Ich stürze mich mit zwei Handvoll anderer netter Leute in mein Abenteuer Madagaskar: Es gibt kaum einen Ort auf der Welt, wo die Natur verschwenderischer mit ihren Ressourcen umgegangen ist.
Wir gehen auf Pirsch nach verschiedenen Lemurenarten: Indris, Ringelschwanz-Maki, Rotstirn-Maki, "tanzende Lemuren" – und im Anja-Reservat kreieren wir mit dem "meditierenden Lemur" sogar eine neue Gattung: Wie Buddha sitzen die freundlichen Wesen mit angewinkelten Beinen und Armen auf einem warmen Felsen, den Daumen und Zeigefinger zu einem "O" geformt und warten wie wir auf den Sonnenuntergang – hören wir da nicht sogar ein leises "Ohm"? Fossas, Chamäleons und die vielen anderen Tiere, die wir auf unserer Reise sehen, sind da schon weniger spirituell, dafür aber keineswegs uninteressanter!
So bunt und abwechslungsreich die Natur ist, so vielfältig sind auch die Völker auf Madagaskar: In den Städten verbindet die Menschen die französische Kolonialgeschichte, auf dem Land hingegen leben die Minderheiten wie vor hunderten von Jahren: Die Häuser und Hütten sind lehmverputzt und stehen malerisch inmitten üppig grüner Reisfelder und kleinerer Palmenwälder, die Frauen balancieren kunstvoll in Körben ihre Waren auf dem Kopf und die Kinder begrüßen uns Fremde mit einem freundlichen "Manao Ahoana" – "wie geht's ?".
Natürlich brauchen auch Entdecker eine Pause: So springe ich mit meinen neuen Freunden aus meiner Reisegruppe im Ranomafana-Nationalpark in heiße Quellen, bade im "Piscine Naturelle" im Isalo-Nationalpark unter einem Wasserfall und genieße in Tana im romantischen Café de la Gare einen exzellenten Cappuccino. Zum Abschluss der Tour ist Träumen angesagt: Unter Palmen, mit einem Cocktail in der Hand am Tropenstrand von Ifaty.






